Von Welpen...



Wachsen lassen, nicht besitzen!                                                                        Beschützen, nicht beherrschen!                                                                               Führen, nicht ausnützen: das ist das Geheimnis wahrer Macht!"                                                                                                             -Laotse-


 

 

... und dem Wunsch nach einer guten Beziehung zum Hund


Welpen sind toll! - Alle.


Sogar die Hunderassen die ausgewachsen nicht meinem Gusto entsprechen könnte ich als Welpen fressen.
Doch was braucht ein Welpe die ersten Wochen nach Einzug?
Ich habe mittlerweile mehrere Welpen aufgezogen und Folgendes festgestellt.


Das Wichtigste was ein Welpe braucht, was unbedingt vorhanden sein muss, bist Du.
Ein Welpe braucht Körperkontakt. Und zwar ganz viel davon. Beim Spielen, beim Kuscheln und vorallem beim Schlafen.
Meine Welpen schlafen die erste Nacht immer mit mir im Bett. Immer.


Klein Scotch jaulte sogar so jämmerlich, den musste ich ganz fest in meinem Armen halten bis er sich schließlich beruhigt hat.
"Ja das ist aber total kontraproduktiv für die spätere Erziehung" - haben mir schon einige gesagt.


Vor der Erziehung kommt aber die Beziehung. Und die vernachlässigen viele Hundehalter auch aufgrund solcher Ratschläge seitens ihrer Hundeschulen sie müssten immer konsequent sein.


Wenn ein Welpe von seiner Mutter und den Geschwistern getrennt wird, was normal mit 8-10 Wochen er Fall ist, war er es wochenlang gewohnt Fell an Fell mit seinen Geschwistern und seiner Mutter zu schlafen.


Er spürte die warme Nähe eines andere Lebewesens neben sich und das gab ihm ein Gefühl von Geborgenheit, Vertrauen und Sicherheit.


Nun kommt der Welpe also in sein neues Zuhause.
Natürlich haben Frauchen und Herrchen sich vorbereitet. Es steht schon ein rießiger Korb oder eine kuschelige Hundebox da, Futter für die ersten Tage, Knabberzeug, ein Geschirr oder Halsband plus Leine und ganz viel Spielzeug. Denn Welpen lieben Spielzeug....
Überall prasseln neue Eindrücke auf das kleine Hundchen ein. Die Autofahrt, die fremden Geräusche und Gerüche und seine noch "fremden" Menschen.


Und Nachts soll das Baby dann alleine schlafen womöglich noch im anderen Raum, denn in Hundebüchern steht geschrieben Regeln gelten von ersten Tag an.
Und jammern das Kleine auch nicht, denn da soll ja keine Gewohnheit draus werden, dass muss gleich unterbunden werden.


Wie klingt das für Dich?


Liebevoll? Vertrauenswürdig?


Nicht wirklich oder?


So ein kleiner Stöpsel, weg von Mama und den Geschwistern, darf sich an ein kaltes Kuscheltier kuscheln und wenn er Glück hat den Duft von Mama von der mitgebrachten Decke einatmen.
Ich übertreibe absichtlich.


Du meinst andere Hunde haben das auch überlebt?
Dein Hund hat nie gejammert und schlief von Anfang an allein?

 

Glückwunsch, dann bleib dabei wenn es dein Weg ist.


Ich liebe es mit meinen Welpen zu kuscheln und ja ich bin ein großer Fan vom Kontaktschlafen, auch bei erwachsenen Hunden.
Ob Mittags auf der Couch, im Bett oder auf dem Teppich....jeder wie er mag.


Das Bedürfnis des Welpen ist auf jeden Fall vorhanden.
Und ich bin derjenige der es erfüllt, das schafft das erste zarte Band zwischen uns.
Er spürt meinen Herzschlag, hat meinen Geruch in der Nase, spürt meine Wärme, hört meine Atemzüge....vergesst alle Übungen es gibt keine bessere Bindungsarbeit.
Leute geht mit eurem Hund ins Bett ;)

 

Schutz

 

Ein weiterer extrem wichtiger Faktor ist Schutz. Mein Hund erhält von mir Schutz. Immer und überall, auch und gerade in der Welpengruppe!


"Ja, dann sitzt er halt schon die dritte Stunde zwischen meinen Beinen. Wahrscheinlich braucht er das. Nein, der will nicht spielen der will erstmal nur zu sehen."


Es ist teilweise schrecklich was man sich anhören darf, wenn man seine Welpen nicht spielen lassen will und ihm den Schutz gibt den er momentan noch braucht.


Mir wurde von Gassigängern auch schon geraten eine Hundeschule zu besuchen, da würde ich etwas über richtige Sozialisierung von Welpen lernen, denn so würde ich mir einen asozialen aggro Hund heranziehen. Ich nickte lächelnd, bedankte mich für den Tipp und bat sie ihres Weges zu ziehen.

Genau das Gegenteil ist meist der Fall.

 

Gebe ich meinem Welpen in dieser sensiblen Phase keine Sicherheit, so lernt er dass er schutzlos allen Vierbeinern ausgeliefert ist und wird anfangen sich diese mit Aggression von Hals halten zu wollen, um nicht ständig bedrängt zu werden.

Also bitte gebt euren Welpen Sicherheit und den Schutz den sie brauchen.

Auf meiner Themenwanderung geht es ja um die Beziehung zwischen Hund und Halter und die fängt ja bekanntlicher weise im Welpenalter an.

Als ich die Gruppe im Biergarten nach ihrem Feedback fragte, antworteten sie mir sie hätten gern ein paar mehr Übungen zu diesem Thema bekommen.

 

Bindung und Beziehung

 

Viele Hundeexperten unterscheiden heutzutage zwischen Beziehung und Bindung.

Meine Erfahrungen nach 20 Jahren Hundehaltung stimmen darin überein.

 

Du kannst mit Training, Futter, Spielzeug etc. die Bindung zu deinem Hund stärken, aber das ändert nicht wirklich etwas an deiner Beziehung zum ihm.

Umgekehrt gilt das natürlich genauso. Mein Rüde Chantre ist ein sehr unabhängiger Hund. Seine Bindung zu mir war anfangs nicht besonders. Unsere Beziehung allerdings war aüßerst eng.

 

Würdest du mit deinem Freund der dir nie zuhört, lieber mit seinen Kumpels feiern geht, als mit dir den Abend zu verbringen, Tennis spielen gehen oder ihm was leckeres kochen? Wenn er morgens um 4 Uhr hungrig nach Hause kommt?

Oder würdest du ihm was erzählen und ihm mitteilen, dass du hier eine Grenze setzt und er sich eine neue Freundin suchen kann, wenn er dich weiter so respektlos behandelt?

Wohl eher letzteres oder?

 

Respekt und Grenzen

 

Meine Welpen lernen meine persönlichen Grenzen immer ehrlich und authentisch kennen.

Ich setze diese nach konditionierten Abbruchsignal auch mal körperlich durch, wenn es sein muss. Grenzen sind das was uns mit der Kombination von Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit, Vertrauen und Zuneigung zu einer wirklich tiefen, ehrlichen, intensiven Beziehung zu unserem Hund reifen lässt.

Leider hat sie ein ganz schlechtes Image.

Denn sie entspricht nicht unserer Erziehung (Konflikte sind immer böse und die Zähne vom Hund sowieso).

 

Jedoch entspricht sie der Natur des Hundes. Wer schon mit Hundegruppen gearbeitet hat wird das ausnahmslos bestätigen können.

Was sollte man beim Setzen von Grenzen beachten?

 

- Abbruchsignal aufbauen

- Alternativverhalten aufbauen

- Korrektur immer ankündigen, Hund Chance geben sich selbst zu korrigieren

- Intensität muss angemessen sein, darf nicht zu schwach oder zu stark sein

- Timing muss perfekt sein, nicht zu spät oder zu früh

- Alternativverhalten einfordern nach Korrektur

- Hund für gezeigtes Alternativverhalten bestätigen (Timing achten)

 

Spielen

 

Spielen muss auch gelernt werden.

Viele Welpenbesitzer sind "zu stark" für ihre Welpen.

Zieht der kleine Schatz am Tau so wird er oft herumgewirbelt, sodass er gleich erschrocken los lässt und feststellt für sich: "dieses Spiel ist doof" Später wird der Besitzer dann sagen: Mein Hund spielt nicht. ;)

Auch Bällchenspiele sind mit Vorsicht zu geniessen. Denn es handelt sich um eine Jagdsequenz und man "spielt den Hund von sich weg".

 Schlecht um eine Beziehung zum Hund aufzubauen, aber  gut wenn man einen Jäger und Balljunkie haben möchte.

Denn wie bei der Jagd auf Wild schüttet der kleine Welpe bei der Jagd nach dem Ball Adrenalin, Dopamin, Serotonin und andere Hormone aus die im ein sehr sehr gutes Gefühl geben, wonach er süchtig werden kann.

 

Dieser "Hormoncocktail" braucht eine Weile manchmal bis 48h um wieder auf ein Normallevel zu sinken. Spielt man nun mit dem Hund täglich oder oft Ball, kann sich der Hormonhaushalt nicht mehr normal regulieren und wird geschädigt.

Deshalb: richtig zu spielen will auch mit dem Hund gelernt sein.

Hier ein paar Tipps nach Ekard Lind:

 

- Fangnah spielen

- Chancenreich spielen

- Beute flieht immer vor dem Hund

- Hund bleibt mit allen Vieren auf dem Boden

- Hund gewinnt immer

- Beute immer tauschen

- authentisch spielen

- Beginn und Ende des Spiels bestimmt zu 90% der Hundehalter

- Im Spiel gibt es KEINE Rangordnung, aber Regeln

 

Ihr habt nun also mehrere Eckpfeiler an die Hand bekommen, was es meiner Meinung nach braucht, um eine tiefe innige Beziehung zu eurem Wepen aufzubauen.

 

- Zuneigung

- Schutz

- Bindung & Beziehung

- Grenzen

- Spielen

 

 

 

Fragen wie immer gerne und ich freue mich darauf die eine oder andere Fellnase in meinem neuen Welpenkurs begrüßen zu dürfen.

 

In meinem Welpenglück Paket lernst du alles was ein kleines Welpenherz begehrt und wie du diese Bedürfnisse erfüllen kannst. 

  • Hausbesuch für eine reibungslose Eingewöhnung
  • Theorie für das Wissen, welches ich mir über Jahre Erfahrung und Fortbildungen angeeignet habe
  • Alltagstaugliche Praxis für ein lebenslanges, glückliches Miteinander

Mehr Infos findest du hier

 

Ich wünsche euch viel Spaß mit eurem pelzigen, kleinen Erdenbewohner. Auf das eure Beziehung gedeiht und er euch so viel Freude und Liebe gibt, wie all meine Welpen es getan haben.

 

 

Herzlichst eure Katharina



Kontakt:

Katharina Lange

Goldäckerstr. 58

71144 Steinenbronn

 

0176-61925633